oder wie war das noch? Was gehört dazu? Fange ich mal ganz einfach an. Man nehme zwei simple Zutaten und ein paar drumherum:

1 grosse, „kräftige“ Portion Mann (denn ich mag das so)

1 kleines Portiönchen Frau (denn ich bin das so)

1 müh (µ) Ernsthaftigkeit

1 Prise Zucker wie auch Salz

Sowie ein Gemisch aus Humor, Selbstironie, Intelligenz und Arbeit.

Was mache ich jetzt nur damit?

Vor zwanzig Jahren habe ich in meine schlauen Kochbücher geschaut. Das eine von den Landfrauen, das andere für spanische Kochrezepte (natürlich original in spanischer Sprache) und ein paar Andere quer durch den Garten. Und immer das Gleiche – man nehme, man tue, man mache und man heize den Ofen so ein. Damals war ich froh, dass es Kochbücher oder den Blog von meinem Vater gab. Denn wie hätte ich es sonst lernen sollen?

Manchmal hat es geschmeckt – manchmal nicht. Wie im richtigen Leben – eigentlich gibt es zwischen der Liebe und dem Kochen arge Parallelen. War das Essen nicht lecker, habe ich beim nächsten Mal improvisiert – also irgendwas halt anders gemacht. Wie in der Liebe 🙂 is doch so.

Sollte es schnell gehen , hatte ich keine Zeit oder keine Lust mehr drauf einzugehen oder einen Aufwand zu betreiben – gab es Fertiggerichte – ich setze das mal gleich mit schnellem Sex oder einem One-Night-Stand – man geht ran und vögelt ohne zu überlegen. Also Essen ab in die Mikrowelle, Gabel rein, essen und weiter. Ohne Kochbuch, ohne Geschmack, ohne Genuss. Das war früher schon so und zwischendurch auch.

Was will ich jetzt eigentlich damit sagen? Hab’s vergessen – jetzt sitze ich hier und warte bis die Idee wieder kommt. Manchmal dauert es eben länger – mit den Jahren schwinden schwupp die wupp so die Gedanken, die eben noch da waren. Genau hier, wo ich gerade sitze.

Ach ja! Da war es ja – das Kochen. Es geht ums Kochen. Mit den Jahren, sofern man ein wenig Spass dran hat, bekommt man ein Gefühl dafür. Ein Gefühl für die Zutaten, ihre Wirkungen und das was ich daraus machen möchte.

Schiffe – Meer – Wasser – Luft

Heute ist alles anders – früher war alles anders – anders?

Anders ist vielleicht gar nicht so schlecht. Ich weiss immer mehr was ich nicht will. Aber nur weil ich es probiert habe. Nicht nur einmal – eben öfters. Das ist wie mit der Leber – also dem Essen Leber. Die Leber kam immer gut an in unserer Küche. Ich mochte es nie! Buag! Immer wieder in verschiedenen Variationen probiert, im In- und Ausland mit dem Gedanken andere Länder, andere Zubereitung, aber ich mag sie auf keinen Fall. Ich weiss was ich nicht mag – sowas passiert mit der Zeit und den Erfahrungen.

Kochbuch – ja oder nein?

Nun koche ich keineswegs mehr nach Kochbuch. Ich kenne das Leben und seine Zutaten und weiss (meine ich jedenfalls zu wissen) was passiert, mal mehr, mal weniger von einer dieser zu nehmen. Manchmal liege ich auch falsch damit – haha aber dann lerne ich wieder. Beim nächsten Menü kann es vielleicht wieder andere Auswirkungen haben.

Lieben aus dem Bauch heraus – ohne Anleitung – einfach machen. Da waren sie wieder unsere drei Probleme. Einfach machen ohne Nachdenken – ja nee ist klar. Wenn das so einfach wäre. Die Speisen sind favorisiert – man hat gefunden was einem schmeckt. Und dann gibt es da noch das Lieblingsessen.

Lieb(e)lingsessen mit Leib und Seele

damit hat Poldi der Jungdrache heute mal nichts zu tun.

Man sagt das doch immer; Mit Leib und Seele dabei sein. Das ist wieder wie beim Kochen – ich koche mit Liebe – wenn nicht, gibt’s halt wieder n Fertiggericht ;-). Scherz !!! – war n Scheeerz !!! Ich liebe mit Leib und Seele – das beides bedeutet bestimmt wieder für jeden von uns etwas anderes. Jeder kocht anders, jeder liebt anders und jeder is(s)t anders. Wenn dir mein Essen nicht schmeckt, dann sag es mir und ich ändere einen Teil der Zutaten. Klar oder? Wir sind ja alt genug.

Eigentlich ist dieser Spruch besser als das ich sage:“ Ich will dich mit Haut und Haaren“. Das könnte ein bisschen eklig werden – in Bezug aufs Essen.

Schön das wir so offen über das Essen reden können. Ich bin beruhigt eine kulinarische Reise anzutreten. Ich will keine Fertiggerichte mehr! Eine Zutat ganz langsam nach der anderen ist viel spannender als das schnell gemixte und schockgefrostete Zeugs aus der Tüte. Ich will mein Lieblingsessen – mal mehr, mal weniger – mal nah dran, mal weiter weg, mal auf dem Berg, mal am Wasser.

– Mit Zeit – der Weg ist das Ziel –

 

Was ich liebe? Das Leben, die Liebe, die Lust, gutes Essen, ehrliche Menschen, eine treue Beziehung, eine Schulter zum Anlehnen, meine Selbstständigkeit, Freiheit, Tiere, arbeiten mit Menschen im Urlaub, in der Gastronomie, Menschen denen man ein Strahlen ins Gesicht zaubern kann.

Nein, das ist kein Bewerbungsanschreiben – kicher

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